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Andrea Camilleris Montalbano
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Montalbano und die Kraft von Sonne und gutem Essen

Um der drohenden Suizidgefahr aufgrund exzessivem Lesens zu vieler düsterer skandinavischer Krimis an trüben Herbsttagen zu entgehen, empfiehlt sich ein Blick in die Commisario Montalbano Reihe von Andrea Camilleri.
Commisario Montalbano und sein Team – Mimì Augello, Fazio, Gallo, Galluzzo sowie der reine Tor Catarella – entführen nämlich schon seit 1994 direkt ins (meist) sonnige und warme Sizilien.

Montalbano schlägt sich mit Mördern, Dieben, Korruption, verfeindeten Mafiafamilien, lüsternen Zeuginnen und seiner glücklicherweise weit entfernt lebenden Verlobten Livia herum, seine Laune ist grundsätzlich stark wetterabhängig. Ist sie schlecht, dann hilft nur ESSEN. Und zwar gut und viel. Da kann es auch schon mal vorkommen, dass er sich vor Begeisterung mitten im Lokal dem Koch zu Füßen wirft.

Gestärkt und gesättigt jedenfalls ist er bereit für den nächsten Fall, den ihm der unvergleichliche Kommisariatstelefonist Catarella so oder ähnlich ankündigen wird:
»Dottori, ah, Dottori! Am Telefon ist eine weibliche Frauenstimme für Sie persönlich selber, die so kreischt, dass ich nicht verstehe, was sie da kreischt, weil sie so kreischt.«

Ach, einfach lesen. Ganz persönlich selber.

Einstieg:

Der falsche Liebreiz der Vergeltung: Commissario Montalbano findet seine Bestimmung
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Der falsche Liebreiz der Vergeltung: Commissario Montalbano findet seine Bestimmung
  • Andrea Camilleri
  • Bastei Lübbe (Lübbe Verlag)
  • Auflage Nr. 2 (16.12.2005)
  • Gebundene Ausgabe: 347 Seiten

„Sagen Sie mal, kennen wir uns irgendwoher?“ „Ja“, sagte Montalbano. „Sind wir uns dienstlich begegnet?“ „Gewissermaßen, ja.“ Schon peinlich, wenn man seinem obersten Dienstherrn, dem Polizeipräsidenten Questore Alabìso beim Vorstellungsgespräch seine Aufwartung macht und betreten feststellen muss, dass man ihn als Jungspund bei einer 68er-Demo in Palermo mit einem saftigen Schwinger in den Staub der Straße geschickt hatte. So hatte sich Commissario Montalbano seine Ankunft in Vigàta nicht vorgestellt. Doch kurz darauf liegen sich die beiden Männer lachend in den Armen. Der Commissario ist an seinem Bestimmungsort angekommen. Andrea Camilleri hatte ein Einsehen. Zu viele Leser trieb die Frage um, wie wohl die Lehrjahre ihres Lieblingscommissarios ausgesehen haben mochten. Nun, sein Lehrherr war Commissario Sanfilippo, bei dem Montalbano sich das Rüstzeug für seine künftige Karriere holte. Und doch wollte er in dem staubtrockenen Bergnest Mascalippa nicht recht glücklich werden….

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