Der Zeitreisende

Mit 8 schrieb ich meinen ersten (und einzigen) Roman, der leider nicht so üppig wie geplant geriet, da mir blöderweise mein Protagonist gleich zu Anfang verstarb:

 


 

Kapitel 1

 

Joris fand eine Zeitmaschine im Keller. Die hatte er sich schon immer gewünscht, seit er den Film mit der Maschine im Fernsehen gesehen hatte. Er wollte auch gleich in die Zukunft fahren, aber die Zeitmaschine war kaputt.
Die große Anzeige mit den Jahren drauf lief nur rückwärts, nicht vorwärts.

 

 

Also konnte er nur in die Vergangenheit reisen, was doof war, denn er wollte unbedingt mit Captain Kirk und mit Spock reden, doch dazu musste er in die Zukunft.
Was tun?

 


 

Kapitel 2

 

Da kam ihm eine schlaue Idee: Er hatte das Zeitreise Buch und wenn er zu dem Mann fuhr, der das Buch geschrieben hatte, konnte er den ja dann fragen, wie man die Maschine repariert.
Denn ein Mann, der Bücher schrieb, war wahrscheinlich sehr klug und würde ihm bestimmt helfen können.
Im Buch stand dann zum Glück drin, wie der Mann hieß und wo er gewohnt hat.
Sein Name war H. G. Wells, also wahrscheinlich Heinz Günter oder so und er wohnte ganz schön weit weg.
Nämlich in London. Und London liegt auf einer Insel im Nebel.
Aber das war ihm egal, er wollte da unbedingt hin.
Hoffentlich konnte die Zeitmaschine auch übers Wasser fahren.

 


 

Kapitel 3

 

London

 


 

Er setzte sich auf den Zeitreisemaschinenstuhl und stellte “London” ein und dann das Jahr “1899”, was ja beides ganz doll weit weg war.
Die Maschine fauchte und rauchte. Es blitzte und donnerte, dann ging es los.
Joris musste sich ganz schön festhalten, aber dann war er da.

 


 

Kapitel 4

 

In London war es dunkel und ganz verraucht. Und es stank sehr. Joris fragte einen Mann, wo Herr Wells wohnt und der sagte es ihm.
Es war gar nicht weit.

 

Herr Wells

 

Er klopfte an die Haustür und ein Mann mit einem hohen Hut öffnete ihm und sagte: “Guten Abend, ich bin Herr Wells”.
Da war Joris ganz froh, dass er ihn endlich gefunden hatte.
“Ich komme mit der Zeitmaschine”, sagte Joris. “Aber die ist irgendwie kaputt.”
“Aha”, sagte der Herr Wells, “was funktioniert denn nicht?”
“Sie fährt nur rückwärts”, sagte Joris.
“Oh weh”, sagte Herr Wells.

 

Auf einmal musste Joris sehr husten und schwitzen und ganz viel niesen.
„Warum niest du denn dauernd?“, fragte Herr Wells.
“Ich bin gerade krank geworden” antwortete Joris.
“Oh weh”, sagte Herr Wells wieder: “Hast du denn nicht mein anderes Buch gelesen?”
“Nein”, nieste Joris.

 

“Das ist mit Marsmenschen, die auf die Erde kommen und dann sterben sie alle, weil sie so oft niesen müssen. Das kommt daher, weil sie die fremde Welt nicht vertragen. Und zeitreisen ist genauso, wie eine andere Welt betreten.”
“Oh weh” sagte Joris und fiel um.